Das Wichtigste in Kürze
- Die Haut wird im Alter trockener, weil sie weniger Fett und Feuchtigkeit speichert und sich langsamer erneuert.
- Typische Anzeichen sind ein Spannungsgefühl, Schuppung, Juckreiz und feine Risse.
- Richtig pflegen heißt: kurz und lauwarm duschen, milde rückfettende Produkte nutzen und die Haut auf leicht feuchten Stellen eincremen.
- Genug trinken und eine nicht zu trockene Raumluft helfen von innen und außen. Starker Juckreiz gehört ärztlich abgeklärt.
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei starkem oder anhaltendem Juckreiz, entzündeten oder nässenden Hautstellen solltest du ärztlichen Rat einholen.
Spannt die Haut nach dem Duschen, schuppt sie sich oder juckt sie immer wieder? Trockene Haut ist im Alter ein sehr häufiges Thema und oft mehr als ein Schönheitsproblem. Sie kann unangenehm jucken, rissig werden und im schlimmsten Fall sogar zu kleinen Entzündungen führen.
Die gute Nachricht: Mit der richtigen Pflege lässt sich viel erreichen. In diesem Ratgeber erfährst du, warum die Haut im Alter trockener wird, wie du sie richtig pflegst und wann ein Arztbesuch ratsam ist.
Warum die Haut im Alter trockener wird
Mit den Jahren verändert sich die Haut grundlegend. Die Talg- und Schweißdrüsen arbeiten weniger, sodass die schützende Fettschicht dünner wird. Gleichzeitig kann die Haut weniger Feuchtigkeit speichern und erneuert sich langsamer. Sie wird dünner, empfindlicher und verliert ihre natürliche Geschmeidigkeit.
Dazu kommen äußere Einflüsse. Trockene Heizungsluft im Winter, häufiges oder zu heißes Duschen und aggressive Seifen entziehen der Haut zusätzlich Feuchtigkeit. Auch ein nachlassendes Durstgefühl und manche Medikamente können dazu beitragen, dass die Haut austrocknet.
Woran du trockene Haut erkennst
Trockene Haut macht sich durch ein Spannungsgefühl bemerkbar, oft begleitet von feiner Schuppung, Rötung und einem matten Erscheinungsbild. Besonders betroffen sind Unterschenkel, Arme und Hände. Häufig kommt Juckreiz hinzu, der vor allem abends im warmen Bett unangenehm werden und sogar den Schlaf stören kann. Kratzen verschlimmert die Sache meist, deshalb ist gute Pflege der bessere Weg.
Die richtige Hautpflege Schritt für Schritt
Mit einer sanften Routine bekommst du trockene Haut gut in den Griff.
Die passende Creme wählen
Bei trockener Haut sind reichhaltige, rückfettende Cremes die beste Wahl. Inhaltsstoffe wie Harnstoff, auch Urea genannt, oder Glycerin binden Feuchtigkeit in der Haut. Im Winter darf die Pflege etwas reichhaltiger ausfallen als im Sommer. Bei sehr empfindlicher Haut sind parfümfreie Produkte schonender. Übrigens brauchen auch die Füße diese Aufmerksamkeit, mehr dazu liest du im Ratgeber zu gesunden Füßen im Alter.

Von innen und über die Umgebung unterstützen
Hautpflege wirkt nicht nur von außen. Auch der Alltag spielt eine Rolle.
- Trink ausreichend über den Tag verteilt, sofern ärztlich nichts anderes empfohlen ist.
- Halte die Raumluft im Winter nicht zu trocken, etwa mit einer Schale Wasser an der Heizung.
- Trage weiche Kleidung aus Baumwolle, die nicht auf der Haut reibt oder kratzt.
- Verwende milde, hautfreundliche Waschmittel ohne aggressive Zusätze.
Trockene Haut über das ganze Jahr vorbeugen
Die Haut hat je nach Jahreszeit unterschiedliche Bedürfnisse. Im Winter setzt ihr vor allem die trockene Heizungsluft im Wechsel mit der kalten Außenluft zu. Dann darf die Pflege reichhaltiger sein, und Hände sollten draußen mit Handschuhen geschützt werden.
Im Sommer trocknen Sonne, Klimaanlagen und das Baden in gechlortem oder salzhaltigem Wasser die Haut aus. Nach dem Schwimmen lohnt es sich, die Haut abzuduschen und einzucremen, und ein Sonnenschutz schützt sie zusätzlich. So bleibt die Haut das ganze Jahr über geschmeidig, wenn du die Pflege an die Bedingungen anpasst.
Wann du zum Arzt solltest
Meist lässt sich trockene Haut gut selbst pflegen. Hält der Juckreiz aber an, ist er sehr stark oder treten entzündete, nässende oder schlecht heilende Stellen auf, gehört das in ärztliche Hände. Auch ein anhaltender Juckreiz ohne sichtbar trockene Haut sollte abgeklärt werden, denn dahinter kann gelegentlich eine andere Erkrankung stecken. Die Hautarztpraxis ist hier die richtige Adresse.
Fazit
Trockene Haut im Alter ist normal, muss aber nicht unangenehm bleiben. Wer kurz und lauwarm duscht, milde Produkte nutzt und die Haut regelmäßig mit einer rückfettenden Creme pflegt, lindert Spannungsgefühl und Juckreiz spürbar. Ausreichend trinken und eine angenehme Raumluft unterstützen zusätzlich. Bleibt der Juckreiz hartnäckig oder entzündet sich die Haut, ist der Gang zum Arzt der richtige Schritt. Mit etwas Aufmerksamkeit und der passenden Pflege bleibt die Haut auch im Alter angenehm geschmeidig und gesund.
Häufige Fragen zu trockener Haut im Alter
Warum habe ich im Alter trockene Haut?
Die Haut produziert weniger Fett, speichert schlechter Feuchtigkeit und erneuert sich langsamer. Dazu kommen Einflüsse wie trockene Heizungsluft, zu heißes Duschen und manchmal Medikamente.
Was hilft am besten gegen trockene Haut?
Kurz und lauwarm duschen, milde rückfettende Reinigung verwenden und die Haut direkt nach dem Waschen auf leicht feuchte Stellen eincremen. Reichhaltige Cremes mit Harnstoff oder Glycerin sind besonders geeignet.
Welche Creme ist bei trockener Haut im Alter sinnvoll?
Reichhaltige, rückfettende Cremes mit Harnstoff oder Glycerin spenden Feuchtigkeit. Im Winter darf die Pflege reichhaltiger sein, bei empfindlicher Haut sind parfümfreie Produkte schonender.
Was kann ich gegen Juckreiz bei trockener Haut tun?
Regelmäßiges Eincremen, lauwarmes statt heißes Wasser, weiche Baumwollkleidung und eine nicht zu trockene Raumluft helfen. Kratzen solltest du vermeiden, da es den Juckreiz verstärkt.
Wann sollte ich mit trockener Haut zum Arzt?
Bei starkem oder anhaltendem Juckreiz, entzündeten oder nässenden Stellen sowie bei Juckreiz ohne sichtbar trockene Haut. Dann ist eine Abklärung in der Hautarztpraxis ratsam.
